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Die Nacht verspricht klar zu werden und es stehen keine Termine oder Verpflichtungen an. Also auf zur Sternwarte.
Gut beraten ist, wer sich schon im Vorfeld einige Gedanken zum Beobachtungsprogramm gemacht hat. Will ich die Dämmerung geniessen und einfach auf ein paar Sternschnuppen lauern,
wird nur der Feldstecher ausgepackt oder soll es ein ausgedehnter Himmelsspaziergang am Fernrohr werden?
Wer aber Astrophotos machen möchte, der sollte bedenken: Beobachtungszeit und vor allem Belichtungszeit ist knapp - ganz besonders im Sommer! Ich habe schon an manchen Abenden kein vernünfiges Photo hinbekommen, weil ich einfach falsch angefangen habe. Am unpassenden Objekt mit einer ungeeigneten Brennweite starten und schon ist der Abend hin.
1. Frage: Welche Objekte sind jahreszeitlich bedingt in Reichweite. Das ist einfach. Ein Blick auf den Kalender und ins Jahrbuch hilft.
2. Frage: Wie groß ist die Luftunruhe? Danach entscheidet sich die Brennweite der verwendeten Optik.
3. Frage: Wieviel Zeit habe ich? Wann dämmert es? Darf ich morgen müde sein?
Zur Erleichterung der Objektauswahl habe ich mir eine Tabelle angelegt. Sie enthält nach der Rektaszension sortierte Himmelsobjekte mit Angabe der jeweiligen scheinbaren Größe. Nach Abschätzung der Luftunruhe und des Seeings kann ich damit schnell die geeignete Optik wählen und Fernroht und Kamera einrichten. Solch eine Tabelle ist eine schöne Arbeit für verregnete Abende.


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Blick von der Beobachtungsterasse der SternwartePhoto: Hendrik Wölper